Die neuesten Entwicklungen im Forsthaus

"Es ist nun nicht mehr zu übersehen, dass auf unserer Streuobstwiese Bauarbeiten für unser neues Gästehaus begonnen haben. Allerdings waren die ersten Erdaushübe nicht etwa schon die Vorbereitungen für die Grundsteinlegung. Hier passierten eher archäologisch-denkmalpflegerische Dinge, denn der Heiligenberg ist ein Bodendenkmal – und der unvermutete Fundort einer mittelalterlichen Burg. Zuvor haben wir für die Baugenehmigung strenge Auflagen vom Landkreis bekommen, weil mit archäologischen Bodenfunden zu rechnen sei. Die besagten Auflagen lauteten unter anderem, dass wir, um den archäologischen Bedarf im Bereich der Baustelle einzugrenzen und um Planungssicherheit zu erreichen, vor Baubeginn Schürfe anlegen lassen mussten. Für diese Maßnahmen, die mit erheblichen Bagger- und Grabungsarbeiten verbunden waren, mussten wir größtenteils selbst aufkommen. Mitte November hat sich dann herausgestellt, dass hier mehr gefunden wurde, als vermutet.

Bedeutender frühmittelalterlicher Fund

Insgesamt sechs Suchgräben haben die Grabungstechniker der Firma denkmal 3D ausgehoben. Dabei sind sie auf zahlreiche Überreste einer frühmittelalterlichen besiedelten Burganlage gestoßen. Die Ringwallanlage gilt mittlerweile als der drittgrößte Fund dieser Art im ehemaligen Regierungsbezirk Hannover laut Friedrich-Wilhelm Wulf vom Regionalteam Archäologie Hannover des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege. Die gesamte Anlage umfasst 3,5 ha, das ist schon sehr ungewöhnlich. Die 93 Fundstücke aus der Grabung sind unter anderem: alte Bronzefibeln, Gürtelschnallen, ein Löffelfragment, einige Metallnägel, Kugeln sowie zahlreiche Keramikscherben, deren Datierung noch genauer bestimmt wird."
Adelheid Brüning

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Stand: 01/2012

Forsthaus Heiligenberg
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